Immobilienprojekte auf dem Laufsteg
6. Oktober 2011
LBBW Immobilien inszeniert im Rahmen einer spektakulären Fashion-Night zur Expo Real vier Münchner Großprojekte.
Immobilien sind zunächst einmal ein Geschäft mit Zahlen. Grundstücksgrößen, Bruttogeschossflächen und Quadratmeterpreise treiben die Branche um, gerade auf der Expo Real, einer der größten Immobilienmessen weltweit. Dass Immobilien darüber hinaus aber auch eine überaus attraktive Seite haben, bewies die Fashion-Night der LBBW Immobilien, die anlässlich der Eröffnung der Münchner Immobilienmesse am Dienstagabend in der ehemaligen Schalterhalle der Süddeutschen Zeitung stattfand. Mit The Seven, den Stachus-Passagen, dem Palais an der Oper und der Hofstatt schickte die LBBW Immobilien dabei nicht weniger als vier Münchner Großprojekte auf den Laufsteg – sehr zur Freude der 200 geladenen Gäste, welche die Show verfolgten. „Vier außergewöhnliche Gebäude, jedes mit einem ganz eigenen Charakter und Stil“, hatte Gerd A. Hille, Vorsitzender der Geschäftsführung der LBBW Immobilien, in seiner Begrüßungsrede versprochen. Und der Abend machte deutlich, dass sich München tatsächlich auf sehenswerte Neubauten und architektonische Konzepte freuen darf.
Acht internationale Top-Models präsentierten im Rahmen der Fashion-Night modische Entwürfe, die den individuellen Esprit der einzelnen Gebäude zum Blickfang machten. Extravagant und stylish präsentierte sich The Seven, Münchens exklusive Wohn- und Büroadresse an der Müllerstraße: Ein schlanker (Bau-)Körper mit eleganter Silhouette schwebte da über den Laufsteg und erhob sich aus einem Meer aus Grün, symbolisiert durch einen wallenden Reifrock aus Efeu und Gräsern. Die moderne Deckengestaltung der Stachus-Passagen fand sich hingegen auf dem Tellerrock eines schulterfreien Kleides im Stile der 70er wieder und sorgte auch auf der Veranstaltung für einen perfekten Wiedererkennungswert.
Nicht minder spektakulär auch der Auftritt des Palais’ an der Oper. Dessen markante Arkadenfassade machte auch als bordeauxrot glänzendes Cocktailkleid eine gute Figur. Accessoires wie Rokkoko-Perücken, Fächer und ein spezielles Make-up verwiesen auf die einzigartige Lage des Palais in direkter Nachbarschaft der Münchner Oper. Der neue Mieter Louis Vuitton, der im kommenden Jahr im Palais an der Oper einziehen wird, darf sich freuen.
Ein weiteres Highlight der Show: die Vorstellung der Hofstatt, dem neuen Stadtquartier in der historischen Altstadt Münchens, das ab 2012 unter anderem auch einen der ersten Flagship-Stores des US-amerikanischen Modelabels Abercrombie & Fitch präsentieren wird, wie Hille („hinter diesem Shopkonzept war ganz Europa her“) nicht ohne Stolz berichtete. Die Verwandlung des ehemaligen SZ-Areals in eine anziehend gestylte Shoppinglocation gelang auf der Bühne quasi im Handumdrehen: Ein Wendemantel – außen im Look der Süddeutschen Zeitung, innen eine Visualisierung der künftigen Architektur – machte es möglich.
Entstanden waren die eindrucksvollen Roben und Kleider in Zusammenarbeit mit der Münchner Modedesignerin Ruth Gassner, ehemals Dozentin der Meisterschule für Mode in München, und ihren Schülerinnen. Neben dem Anspruch des Bauherren, das an sehenswerten Gebäuden nicht gerade arme Münchner Stadtbild um einige neue Schönheiten bereichern zu wollen, zeigten die Entwürfe vor allem eines: Architektur und Mode haben mehr gemeinsam, als man bei einem Gang über die Expo Real vielleicht vermuten möchte.

